Grundstücksmarktbericht Immobilien: Ungebremste Preisentwicklung im Havelland

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte des Landkreises Havelland veröffentlicht jeweils zur Jahresmitte den Grundstücksmarktbericht für das Vorjahr. Er gibt einen Überblick über die Umsätze, das Preisniveau und die Preisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Bauland für den individuellen Wohnungsbau verteuerte sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr am stärksten in den Städten Nauen und Ketzin (+ 30 %). Die Preise im Berliner Umland und im westlichen Havelland stiegen ebenfalls zweistellig um 20 %. Für landwirtschaftliche Flächen musste im Schnitt 15 % bis 25 % mehr gezahlt werden. Lediglich bei forstwirtschaftlichen Flächen ergab sich ein Rückgang um rund 10 %. Dies lag möglicherweise daran, dass größere Flächen verkauft wurden.

Während die Preise für den individuellen Wohnungsbau (Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser) im Berliner Umland preislich um 10 % stiegen, blieben sie im übrigen Havelland gleichbleibend auf Vorjahresniveau.

Beim Wohnungseigentum zeigten sich wieder in Nauen und Ketzin die größten Preissprünge von rund 30 %, gefolgt vom Berliner Umland (+ 15 %) und dem westlichen Havelland (+ 10 %).

Der mittlere Kaufpreis lag im Havelland für freistehende Einfamilienhäuser je nach Baujahr zwischen 315 T€ (110 m² Wohnfläche) und 410 T€ (136 m² Wohnfläche). Reihenhäuser und Doppelhaushälften kosteten zwischen 168 T€ (104 m² Wohnfläche) und 413 T € (118 m² Wohnfläche). Als mittlerer Preis für Eigentumswohnungen wurden baujahresabhängig 346 T€ (66 m² Wohnfläche) bis 266 T€ (59 m² Wohnfläche) festgestellt.

Insgesamt stieg die Anzahl der Verträge moderat um rund 2 % von 2.580 auf 2.631. Der Geldumsatz reduzierte sich dagegen von 709 Mio € auf 661 € (-6,7 %) bei einem leicht abnehmenden Flächenumsatz um 1,6 % auf 1.751 ha. Der Rückgang im Geldumsatz resultiert aus einer Verringerung des Verkaufes von Häusern (-16,4 %). Ursächlich hierfür ist das geringe Angebot. Dafür wurden mehr Wohnungen erworben (+33,8%). Die Reduzierung der insgesamt verkauften Flächen ergab sich im Wesentlichen aus einer Verringerung der verkauften land- und forstwirtschaftlichen Flächen (-10,4%).

Bislang haben die Immobilienwerte trotz Corona-Krise und teilweise erwarteter Insolvenzen außerordentliche Preissteigerungen erzielt. Eine Preisbremse ist möglicherweise erst bei steigenden Baugeldzinsen in Sicht. Zur Erinnerung: Ursächlich für das niedrige Zinsniveau ist die US Subprime- Krise als Auslöser der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09.

Kontaktieren Sie uns gerne für eine detaillierte Werteinschätzung zu einzelnen Immobilien, die von einer Vielzahl von Merkmalen und Indikatoren abhängt.

Quelle: Brandenburger Wochenblatt Brawo vom 20.6.21

Kastell-Immobilien
Dr. Cornelia Nietsch
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